Dieser Ort wird oft als „Perle des Sees" bezeichnet; zu verdanken ist das seiner bevorzugten Lage: windgeschützt, sonnig und zwischen grünen Wiesen liegend, mit Blick auf das intensive und klare Blau des Wassers.

Das Dorf verdankt seinen Namen der Vulgarisierung des lateinischen Ausdrucks „in medio laco" (das heißt inmitten des Sees), der dessen privilegierte Lage verdeutlicht. Die wichtigste...

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Dieser Ort wird oft als „Perle des Sees" bezeichnet; zu verdanken ist das seiner bevorzugten Lage: windgeschützt, sonnig und zwischen grünen Wiesen liegend, mit Blick auf das intensive und klare Blau des Wassers.

Das Dorf verdankt seinen Namen der Vulgarisierung des lateinischen Ausdrucks „in medio laco" (das heißt inmitten des Sees), der dessen privilegierte Lage verdeutlicht. Die wichtigste Sehenswürdigkeit ist die Kirche San Michele, deren besondere Faszination einem Fresko aus dem 15. Jahrhundert zu verdanken ist, das den heiligen Christophorus, den Schutzheiligen der Reisenden, darstellt und auf der südlichen Außenseite des Gebäudes zu sehen ist. Das Mauerbild ist jedoch nicht mehr vollständig, da es während der Bauarbeiten beider Kapellen zwischen 1537 und 1580 teilweise zerstört wurde. Leider ist auch die Sonnenuhr daneben nicht gut erhalten, da bei einer Erweiterung des Gebäudes zwischen 1633 und 1671 eine Fensteröffnung in die Mauer gebrochen wurde. Die an der Kirche vorgenommenen Umbauten änderten zudem die ursprüngliche Ausrichtung, wodurch die ursprüngliche Fassade nun an der Südseite liegt.

Überliefert ist eine Restaurierung der Kirche, die 1894 begonnen wurde und bis 1904 dauerte, im Ersten Weltkrieg wurde jedoch fast der ganze Innenraum zerstört, nur das Altarbild mit dem Erzengel Michael blieb verschont. Das Werk, das derzeit an der Wand der Apsis zu sehen ist, wurde 1922 von Dario Wolf, einem Maler aus Trient (Trient 1901-1971) neu gemalt.
Der Innenraum der Kirche ist karg: Erwähnenswert ist das Presbyterium, in dem der Hauptaltar aus Castione- und Carrara-Marmor steht, der aus der Zeit zwischen Ende des 18. Jahrhunderts und Anfang des 19. Jahrhunderts stammt.

Das Dorf Mezzolago, Amtssitz und Wohnort der Conti Ugolini sowie der Adelsfamilien Formenti und Toccoli, beherbergte vorübergehend auch den berühmten Dichter Gabriele D'Annunzio, der am 18. März 1928 anlässlich des Baus des Tunnels, der das Wasser des Lago di Ledro zum Wasserkraftwerk in Riva del Garda führen sollte, dorthin kam. D'Annunzio hatte den Auftrag, die Minen zur Zerstörung des letzten Felsenteils zu zünden.

Text: www.vallediledro.com

Mezzolago 653 m, Trentino, Italië
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